Projektübersicht

Liebe Leute,
ich bin erst wenige Tage alt und ich liege in einem Feld. Ich habe keinen Fluchtreflex und werde deswegen vielleicht durch ein Mähwerk getötet. Bitte helft mir mit einer Spende für eine Drohne zur Rehkitzrettung! Unsere Jäger können uns Kitze damit suchen und in Sicherheit bringen. So kann der Bauer ungehindert mähen ohne uns versehentlich zu töten und damit sein Vieh durch verdorbenes Futter zu gefährden, das schlimme Krankheiten verursacht.

Kategorie: Umwelt- und Tierschutz
Stichworte: rehkitz, Kitzrettung, Drohne, Tierschutz, Jagd
Finanzierungs­zeitraum: 22.05.2018 07:24 Uhr - 16.08.2018 20:00 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Herbst 2018

Worum geht es in diesem Projekt?

Im Mai  beginnt wieder die Zeit, in der jährlich tausende von Rehkitzen gesetzt werden. Ihr gepunktetes Fell, kombiniert mit ihrem natürlichen Verhalten, sich ins Gras zu ducken, macht die Kitze nahezu unsichtbar für Fressfeinde. Diese Strategie ist aber leider nicht für den Landwirt und sein Mähwerk ausgelegt, denn zugleich mit der Setzzeit der Jungtiere beginnt die Zeit des ersten Schnitts. Nach Schätzungen des „Insitiuts für Deutsche Wildtierstiftung“ werden jedes Jahr etwa 500.000 Wildtiere wie beispielsweise Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter verstümmelt oder getötet. Davon ca. 90.000 Kitze bei der Grünlandmahd. Da längst nicht alle Tiere, die in die Messer eines Kreiselmähers geraten, sofort tot sind, sondern zum Teil nur mehr oder weniger schwer verletzt werden, handelt es sich beim Ausmähen unter anderem um ein gravierendes Tierschutzproblem. Viele unserer Landwirte kommen ihrer gesetzlichen Pflicht, den Jäger zu informieren oder selbst Maßnahmen zur Kitzrettung zu ergreifen lobenswert nach, dennoch sterben immer noch zu viele Kitze den Mähtod. Gerät nun der Kadaver eines versehentlich vermähten Kitzes ins Futter, gefährdet das zudem das Vieh – im Extremfall bis zum Tod.

Zur effektiven Verbesserung der Suche von Rehkitzen in zur Mahd anstehenden Feldern und zur Unterstützung der Landwirte möchten wir Jäger der BJV Kreisgruppe Füssen e.V. eine Drohne mit Wärmebildkamera anschaffen, mit der effizient große Flächen in sehr kurzer Zeit nach Kitzen abgesucht werden können. Diese können dank genauer GPS Daten gezielt aus den Flächen entfernt und in Sicherheit gebracht werden.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Ein Landwirt ist lt. Gesetz dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Kitzrettung zu ergreifen, d.h. den Jäger zu informieren oder auch selbst Schrecken aufzustellen oder die Felder nach Jungtieren abzusuchen. Mit Ihrer Unterstützung können wir Jäger dank der Drohne endlich Landwirten und allen, die sich um Tierschutz bemühen, ein Wildrettungssystem anbieten, mit dem man schnell und sicher die kleinen Kitze, aber auch junge Hasen und Bodenbrüter finden und vor dem Mähtod retten kann. Dabei können die Landwirte ihre Wiesen ohne Unterbrechung und ohne Zeitverlust mähen. Das ist ein großer Vorteil, denn die Landwirte stehen bei der Grünlandmahd meist unter hohem Zeitdruck. Der Bayerische Jagdverband (BJV) und das bayerische Unternehmen geo-konzept aus dem Bereich Fernerkundung haben ein luftgestütztes Wildrettungssystem entwickelt – eine Drohne, die mit der Schlagkraft in der Landwirtschaft mithalten kann.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Tierschutz geht uns alle an, egal ob Landwirt oder kein Landwirt, Jäger oder Nichtjäger - uns allen liegt er am Herzen. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird zu 100% zur Neuanaschaffung einer Drohne mit Thermalkamera und der zugehörigen Software und zur Ausbildung von zwei Drohnenpiloten verwendet.

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir Jäger der BJV Kreisgruppe Füssen e.V. stehen für aktiven Tierschutz! Überall sind Jäger in der Zeit der Grünlandmahd permanent im Einsatz um die Landwirte zu unterstützen und so viele Kitze wie möglich zu retten. Doch auch wir können nicht überall gleichzeitig sein. Jedes Jahr müssen wir trotz großem ehrenamtlichem Einsatz hohe Verluste hinnehmen, die uns sehr schmerzen. Die Aussicht auf eine hocheffiziente, technische Unterstützung lässt uns hoffen, in Zukunft hier noch effektiver helfen zu können. Kitzrettung ist für uns Jäger mehr als nur ein Job. Es ist ein Herzensprojekt.